Nikolay Tsvetkov
Thoraxchirurgie
„Dieses Fellowship hat meinen beruflichen Horizont nicht nur erweitert – es hat ihn dank der gezielten Förderung überhaupt erst möglich gemacht.“
Dr. Nikolay Tsvetkov nutzte sein Fellowship am Shanghai Pulmonary Hospital, um seine Expertise in der minimalinvasiven und uniportalen Thoraxchirurgie auf ein neues Niveau zu heben.
Er erhielt tiefgreifende praktische Einblicke in modernste roboterassistierte Operationsmethoden, vertiefte seine Fähigkeiten in der interventionellen Pneumologie und war aktiv in relevante wissenschaftliche Projekte eingebunden. Gleichzeitig öffnete ihm der Aufenthalt Türen zu einem internationalen Netzwerk, das seinen beruflichen Austausch und seine zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten nachhaltig prägt.
All diese Fortschritte wurden erst durch die Förderung des Departements Chirurgie und der Allgöwer-Stiftung möglich. Die Unterstützung legte den entscheidenden Grundstein für den Zugang zu einem der weltweit führenden thoraxchirurgischen Zentren und schuf die Rahmenbedingungen, unter denen Dr. Tsvetkov sich operativ, wissenschaftlich und persönlich weiterentwickeln konnte.
Benito Benitez
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Dr. Benito Benitez strebte nach Abschluss seiner Qualifizierung als Mund- Kiefer- und Gesichtschirurg einen PhD in Klinischer Forschung an, um für die Kinder die Behandlungsmethoden weiter zu verbessern.
Zitat: «Es ist schwierig als Chirurg im Spital parallel Forschungsprojekte durchzuführen. Ich bin sehr dankbar für die Wissenschafts-Unterstützung des Departments Chirurgie, die es mir ermöglicht hat, neuste Erkenntnisse der Wissenschaft in Behandlungsmethoden direkt einfliessen zu lassen».
Ein Ergebnis, seiner nun mit höchster Würde abgeschlossenen PhD- Arbeit, ist die ungebrochene Motivation von Dr. Benitez, neben der chirurgischen Tätigkeit auch weiterhin zum wissenschaftlichen Fortschritt beitragen zu wollen.
Franziska Eckers
Orthopädie und Traumatologie
Dr. Franziska Eckers Ärztin der Orthopädie und Traumatologie unter Prof. Andreas Müller konnte durch ihre Förderung ein Fellowship in Melbourne absolvieren und weitreichende Projekte in ihrem Forschungsbereich Shoulder/Elbow &Upper Limb Surgery umsetzen und anstossen.
Sie selbst sagt: Ich habe sehr von meinem Fellowship profitiert und den Aufenthalt in Melbourne mit meiner Familie sehr genossen. Ich kann nur empfehlen, den erheblichen Vorbereitungsaufwand zu unternehmen und derartige Projekte in die Wege zu leiten.
Durch die Förderung war es ihr möglich sich fast ausschliesslich auf klinischen Wissens-, Könnens- und Erfahrungsgewinn sowie auf wissenschaftlichen Progress zu fokussieren.
Filippo Mandelli
Spinale Chirurgie
Vom September 2021 hatte ich die Gelegenheit und das Privileg, eine einjährige Fellowship am Galeazzi Orthopädischen Institut in Mailand zu beginnen. Der Beitrag vom Martin Allgöwer Stipendium war eine große Hilfe, um organisatorische Schwierigkeit zu überwinden.
Das Krankenhaus, in dem ich arbeitete, das Galeazzi Orthopädische Institut, ist eines der führenden Zentren für Wirbelsäulenchirurgie in Europa. Während meiner Zeit in Mailand hatte ich das Privileg, mit Prof. Berjano und Prof. Lamartina, weltweit renommierten Wirbelsäulenchirurgen, als Mentoren zusammenzuarbeiten.
Das Hauptziel meines Stipendiums in Mailand war die Behandlung erworbener Wirbelsäulendeformitäten, hauptsächlich degenerativer Skoliose. Die hohe Anzahl von Patienten, die in das Galeazzi Orthopädische Institut kommen, umfasst eine beträchtliche Anzahl von Fällen, die eine chirurgische Korrektur der Deformität benötigen. Dies ermöglichte es mir, den richtigen Ansatz, die Behandlung und das Management von Komplikationen im Zusammenhang mit diesen spezifischen Patienten zu erlernen.
Es war sehr interessant und lohnend zu sehen, wie dieselbe Krankheit zwischen verschiedenen Wirbelsäuleneinheiten auf unterschiedliche Weise behandelt werden kann, jedoch zu denselben guten Ergebnissen führt.
Dank dieser Erfahrung konnte ich meinen Ansatz gegenüber dem Patienten in den ambulanten Besuchen ebenso wie die Bewertung und Indikation der Behandlung der häufigsten Wirbelsäulenpathologien verfeinern. Ich verbesserte meine chirurgischen Fähigkeiten erheblich und erhöhte mein Vertrauen in Verfahren, die ich bereits beherrschte. Somit bin ich fest davon überzeugt, dass diese Fellowship einen grossen positiven Einfluss auf meine zukünftige Karriere und auf die Behandlung von meinen Patienten haben wird.
Emilia Westarp
Neurochirurgie
Als Assistenzärztin in der Neurochirurgie steht im klinischen Alltag die Patientenversorgung und der Erwerb chirurgischer Fähigkeiten im Vordergrund. Wissenschaftliche Arbeit parallel dazu zu leisten, ist oft eine Herausforderung.
Dank der Personenförderung des Departements Chirurgie hatte ich 2024 die einmalige Gelegenheit, mich sechs Monate lang Vollzeit neurochirurgischen Forschungsprojekten zu widmen. Diese Zeit ermöglichte es mir nicht nur, mein wissenschaftliches Arbeiten und Fachwissen zu vertiefen, sondern auch spannende Projekte zu initiieren und erfolgreich abzuschließen.
Besonders am Herzen lag mir die weitere Integration von Virtual Reality in die Neurochirurgie sowie der Start einer randomisierten Studie zur Verbesserung der Patientenaufklärung. Beides wäre ohne die wertvolle Unterstützung des Departements Chirurgie nicht möglich gewesen.
Dafür bin ich sehr dankbar – und hoffe, dass auch in Zukunft viele Kolleginnen und Kollegen von dieser Förderung profitieren können.
Gabriel Fridolin Hess
Viszeralchirurgie
Statement: Management der komplizierten Gallengangssteine
Dank der großzügigen Unterstützung des Allgöwer Stipendiums hatte ich die Möglichkeit, ein Jahr am Frimley Park Hospital, einem NHS Trust Hospital im Vereinigten Königreich, zu arbeiten.
Neben der klinischen Erfahrung in einem neuen chirurgischen Umfeld waren insbesondere die strukturellen und kulturellen Unterschiede spannend. Ein wesentlicher Unterschied zum Schweizer System ist beispielsweise, dass die ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) von der Chirurgie durchgeführt wird, wodurch Intervention, Diagnostik und chirurgische Therapie direkt kombiniert werden können.
Durch diesen Aufenthalt konnte ich neue multimodale Therapiekonzepte für das Management komplizierter Gallengangssteine kennenlernen – alle durchgeführt durch die Chirurgie, sei es interventionell oder operativ.
Ein Auslandaufenthalt, sei es klinisch oder in der Forschung, ist eine wertvolle Bereicherung – sowohl fachlich als auch persönlich. Ich kann zukünftigen Interessierten nur empfehlen, diese Chance zu nutzen. Institutionen wie die Allgöwer Stiftung leisten dabei eine unschätzbare Unterstützung.