Datenmodelle gibt es bereits viele. Nahezu originalgetreue Gesichts-Animationen von Erwachsenen finden bereits ihre Anwendung in der Medizin, um zum Beispiel verschiedenste Behandlungen zu planen, mittlerweile teilweise in Echtzeit zu verfolgen und deren Ergebnis zu beurteilen. Ähnlich gute Datenmodelle für Kleinkinder und Babies existieren noch nicht, aufgrund zusätzlicher Herausforderungen bei der Datenerfassung. So ist es schwierig einem Babie zu vermitteln sich nicht zu bewegen, den Nuckel zu verweigern, bzw. jetzt bitte verschiedene Gestiken abzuliefern. Zusätzlich dazu gibt es hier auch noch die Dimension Wachstum. Dank neuster Technologien der Bild und Videoerfassung, lassen sich diese «Probleme» jetzt minimieren und wir entwickeln ein Gesichtsdatenmodell für Babies und Kleinkinder.
So wollen wir analog zu den Behandlungen für Erwachsene auch für unsere jüngsten Patienten die Behandlung von zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Kopfverformungen durch falsche Lageposition bzw. durch zu frühes verfestigen der Schädelnähte, mit dem neusten Stand der Technik weiterentwickeln. Ein zentraler Punkt ist die Vorhersage von Wachstum in die Behandlungsstrategien einfliessen zu lassen. Zusätzlich werden wir in Zukunft diese Babie- und Kleinkindermodelle auch für virtuelles Training auf dem Gebiet dieser seltener Krankheiten für angehende Chirurgen nützen.