In einem kompakten und hochkarätigen Format präsentierten neun Referentinnen und Referenten ihre eindrücklichsten Patient*innenfälle aus der eigenen chirurgischen Praxis, die entweder eine sehr innovative Lösung, erfolgreiche Rettungsaktion oder besondere technische Leistung darstellten.
Jede Präsentation war auf fünf Minuten begrenzt und verlangte den Vortragenden höchste Präzision und Aussagekraft. Die Vielfalt der gezeigten Fälle spiegelte die gesamte Breite der chirurgischen Expertise am Universitätsspital Basel, Clarunis und UKBB wider und bot dem Publikum spannende Einblicke in aussergewöhnliche medizinische Leistungen. Vorgestellt wurden Fälle aus der Orthopädie, Gefässchirurgie, Herzchirurgie, Spinalen Chirurgie, Kinderorthopädie, Handchirurgie, Viszeralchirurgie, Urologie und Plastischen Chirurgie. Dabei wurden neue Technologien wie minimal-invasive Verfahren, Roboter-Technik, Planungsmethoden und neue Implantate integriert. In vielen Fällen gab es ein interdisziplinäres Team, welches die herausragenden Leistungen ermöglicht hatte.
Als besondere Auszeichnung wurde am Ende der Veranstaltung eine Radierung des Basler Chirurgen und KünstlersProfessor Daniel Oertli mit dem Motiv von operierenden Händen vergeben. Über die Gewinnerin oder den Gewinner entschied eine offene Publikumsabstimmung. Der Preis ging schliesslich an PD Dr. Tarek Ismail aus der Klinik für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie für seinen Vortrag „The Singing Ear“. In Zusammenarbeit mit PD Laurent Müller aus der HNO-Klinik konnte er weltweit erst- und einmalig einen Kehlkopfdeckel durch mikrochirurgische Transplantation eines Ohrmuschelanteils (Ismail) unter Verwendung eines Operationsroboters (Müller) rekonstruieren und der Patientin nach einer Tumoroperation Sprechen, Trinken und Schlucken ohne Aspirationsgefahr ermöglichen.
Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung von Professor Dirk Schaefer, dem Vorsitzenden des Departements Chirurgie. Mit seiner Moderation führte er souverän durch die Vorträge und sorgte für einen gelungenen Rahmen dieser inspirierenden Veranstaltung.
„Heilende Hände“ zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Engagement, Ausdauer, Präzision und Innovationskraft in den chirurgischen Fächern der Universitätsspitäler in Basel behandelt wird – und wie wertvoll der interdisziplinäre Austausch innerhalb des Departements ist.